Der größte Teil davon wird von Verbrauchern verschwendet. Ein bedeutender Anteil, Millionen Tonnen, erreicht aber nie einen Haushalt. Sie werden beim Hersteller oder im Lager vernichtet, wegen Überproduktion, langsam drehenden SKUs oder schrumpfendem Mindesthaltbarkeitsdatum. PriceMart existiert, um so viel davon wie möglich aufzufangen und an Einzelhändler weiterzuleiten, die es tatsächlich verkaufen.
Wer einmal im Büro eines Herstellers gesessen und gesehen hat, wie eine vollkommen einwandfreie Palette Schokoriegel zur Vernichtung freigegeben wird, versteht das Problem in fünf Sekunden. Die Ware ist in Ordnung. Die Verpackung ist in Ordnung. Die Marke ist intakt. Der Grund, warum sie weggeworfen wird: Die normalen Vertriebskanäle des Herstellers, Supermärkte, haben sie wegen einer Datumsschwelle abgelehnt, und es gibt intern kein Team, das vor Ablauf dieser Schwelle ein alternatives Zuhause für sie findet.
Dieses Team sind wir. Für ein Netzwerk von Marken in ganz Europa.
Für jede Sendung, die wir kaufen und weitergeben, erfassen wir drei Dinge:
Auf Wunsch melden wir diese Zahlen an Hersteller zurück, damit sie die der Verschwendung entzogene Tonnage in ihrem ESG- und CSR-Reporting ausweisen können. Für Einzelhändler stützen dieselben Zahlen Nachhaltigkeitsaussagen am Regal.
Die EU-Strategie „Vom Hof auf den Tisch" (Farm to Fork) setzt das Ziel, die Pro-Kopf-Lebensmittelverschwendung im Einzelhandel und beim Verbraucher bis 2030 zu halbieren und Verluste entlang der Produktions- und Lieferketten zu reduzieren. Nationale Vorschriften verschärfen sich, Frankreichs Loi Garot, Spaniens Anti-Verschwendungs-Gesetzgebung, vergleichbare Regelungen in Italien und den nordischen Ländern, in Deutschland die Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung, alle drängen Hersteller und Einzelhändler in Richtung Weitergabe statt Vernichtung.
Wir sitzen genau auf dieser politischen Linie. Eine Zusammenarbeit mit PriceMart ist einer der einfachsten Wege für einen Hersteller, konform zu agieren, und für einen Einzelhändler, konform zu beziehen.
Wir sind ein kommerzielles Unternehmen, keine Wohltätigkeitsorganisation. Wir verdienen eine Marge an dem, was wir weiterleiten, und das müssen wir auch, sonst rechnen sich Logistik, Lagerung und das Risiko des Handels mit kurz datierter Ware nicht. Wir sind dabei transparent. Das Modell funktioniert, weil jeder in der Kette, Hersteller, wir, Einzelhändler, Verbraucher, einen Teil des Werts erfasst, der sonst abgeschrieben worden wäre.
Wir arbeiten mit Tafeln und sozialen Einzelhändlern an geeigneter Ware zu bevorzugten Konditionen. Wenn Sie ein Lebensmittelrettungs-Netzwerk betreiben und mit uns über Warenströme sprechen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt auf.